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Heilsame Passionszeit

Grußwort

Aufgewühlt sind unsere Seelen angesichts der Vielzahl von beängstigenden Nachrichten, die uns täglich ins Haus und Leben flattern. Wie soll es mit dem Leben auf unserer Erde weitergehen? Die Ressourcen werden weiter verbraucht, als wüsste niemand, dass sie kaum noch für die nächsten Generationen reichen, die Spannungen zwischen alten politischen Lagern und den neuen Großmächten nehmen zu, dass die Sorge um einen Krieg nicht unberechtigt sind. Die Verhandlungen zwischen Parteien werden kompromissloser, Menschen in Verantwortung werden in hoher Frequenz verbraucht, und der Umgangston unter uns Bürgern hat sich nicht nur im Internet verschärft. Morddrohungen an Menschen gerichtet, die anderer politischer Überzeugung sind, scheinen an der Tagesordnung. Und letztlich entfernt sich unser Lebensryhtmus immer mehr von dem, was Körper und Seele entspricht. Angebote von Entspannungsübungen helfen einen Augenblick lang, aber sie verändern das Leben nicht.

Sind wir fähig, die notwendigen Veränderungen in unserem persönlichen Leben wie in unserer Gesellschaft anzugehen? Veränderungen sind mühevoll und ihr Erfolg steht in den Sternen, meint so mancher und gibt auf, bevor er begonnen hat. Aber nichts geht sofort und auf der Stelle und auch Veränderungen brauchen ihre Zeit. Ein Weg der Veränderungen benötigt Orientierung, vielleicht Vorbilder, Menschen, die den Weg schon gegangen sind und letztlich braucht es eine gegenseitig stärkende Gemeinschaft. Dann kann es gelingen, dass Zukunft nicht heute schon endet.

Einen schweren aber notwendigen Weg der Veränderung gemeinsam gehen, dazu lädt uns die altehrwürdige Passionszeit ein. Das Prinzip ist simpel: In emotionaler und memorierender Verbundenheit begleiten wir Christus auf dem Weg zum Kreuz - und lassen uns in Gebeten, Meditationen, im Besinnen auf diesem Weg durch Christus selbst verändern. Fragen stellen sich: Was brauche ich auf diesem Weg? Auf was kann ich verzichten? Wo und wie kann ich anderen Menschen zur Seite stehen? Wer den Weg einmal mitgegangen ist, und wenn es auch nur ein Stück ist, dem widerfährt am Ende überwältigend die Liebe Gottes - ein Leben in seinem Licht; Ein Leben das aus der Hoffnung neu geboren wird. Passion und Ostern - ein Weg heilsamer Veränderung, die bei mir beginnt und in die Welt ausstrahlt.

 

Passion und Ostern

Aus der Dunkelheit zum Licht, aus der Resignation zur Hoffnung, aus dem Zweifel zum Vertrauen, aus der Bedeutungslosigkeit zu einem Leben mit Christus – Passion und Ostern begehen.

Wir laden Sie ein zu den Passionsbesinnungen jeden Mittwoch um 12 Uhr in der Marktkirche. Ein Abschnitt aus der Passionserzählung des Matthäus wird gelesen, dazu hören wir Orgelmusik.

Jeden Freitag-Morgen um 6 Uhr lassen wir uns von der kath. Kirchengemeinde einladen. Im Anschluss gibt es ein Passionsfrühstück im Gemeindehaus.

Am Gründonnerstag feiern wir Tischabendmahl in der Sakristei der Bergkirche. Wir teilen frisch gebackenes duftendes Brot, Wein und Traubensaft und beten mit Worten unserer Väter und Mütter im Glauben aus dem 1. christlichen Jahrhundert. Wir stimmen ein in die einfühlsamen Lieder aus der Gemeinschaft von Taizè.

Am Karfreitag findet eine musikalische Besinnung zur Kreuzigungsstunde Jesu um 15 Uhr in der Marktkirche statt. Miriam Heiner begleitet auf dem Cello die „sieben letzten Worte Jesu am Kreuz“.

In der Osternacht entzünden wir das Osterfeuer vor der Bergkirche und ziehen im Licht der Osterkerze in die dunkle Kirche ein. Unsere Gesänge und die biblischen Erzählungen lassen die Kirche im neuen Licht erstrahlen. Zum Osterfestmahl kann jeder ein Osterbrot, Saft oder Wein beitragen.

Am Ostermontag wird im aufgehenden Licht der Sonne in der Thamsbrücker Kirche die Auferstehung Jesu gefeiert. Im Anschluss findet in Ufhoven eine Taufe statt und die Gemeinde lädt zum Osterbrunch ein.